feinDE.4.PL

   
"Zwischen den Nachbarn Polen und Deutschland gibt es immer wieder unterschiedliche Positionen. Die Normalisierung des deutsch-polnischen Verhältnisses bleibt auch in der EU eine wichtige Aufgabe. 

Als die Teilung Deutschlands und Europas vor zwei Jahrzehnten überwunden wurde, knüpfte man große Erwartungen an die Entwicklung des deutsch-polnischen Verhältnisses. 

Ähnlich der Aussöhnung mit Frankreich sollte Deutschland auch mit Polen zu einer engen Beziehung finden, um den europäischen Motor um einen großen Staat im Osten zu erweitern. Diese Hoffnungen haben sich bisher nicht erfüllt: Deutschland und Polen haben ein schwieriges Verhältnis und Polen wurde nicht zu einem Motor der europäischen Integration.

Tiefreichendes Misstrauen und unterschiedliche Interessen der beiden Staaten wurden selbst durch die gemeinsame Mitgliedschaft in der Europäischen Union und der NATO nicht aufgelöst. Deutschland und Polen verfügen nur in guten Zeiten über normale Beziehungen, die auf gemeinsamen Interessen, Skepsis und Desinteresse gleichermaßen gründen. 
Die scheinbar normalen und guten Beziehungen werden immer wieder durch aufbrechende Konflikte erschüttert.
" [...]

(Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn, 10.Feb. 2009

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Nach einer „Spiegel“-Umfrage lagen die Westdeutschen auf der Sympathieskala der Polen bei +0,9, die Ostdeutschen dagegen bei -0,8. 

Auf der Sympathieskala der Ostdeutschen dagegen lagen die Polen bei -0,1, während sie von den Westdeutschen mit -0,6 bewertet wurden.
1 Das heißt, die Polen dachten besser über die Westdeutschen als über die Ostdeutschen, während die Ostdeutschen ein positiveres Polenbild besaßen als die Westdeutschen.

(Der Spiegel, Nr. 36/1991)

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